Nachhaltiges Handeln: Engagement für Mitarbeiter und Gesellschaft

Einhaltung der Menschen­rechte auf globaler Ebene

Bayer bekennt sich uneingeschränkt zur Wahrung der Menschenrechte und hat seine Haltung in einer weltweit verbindlich geltenden Konzernregelung, der Bayer-Position für Menschenrechte, niedergelegt. Wir verpflichten uns, die Menschenrechte in unserem Einflussbereich zu achten, zu fördern und transparent zu den Ergebnissen unseres Handelns zu berichten. Auch von unseren Geschäftspartnern, insbesondere Lieferanten, erwarten wir die uneingeschränkte Achtung der Menschenrechte. Darüber hinaus verpflichten unsere LIFE-Werte und die (Corporate) Compliance umfasst gesetzliche und unternehmensspezifische Regelungen zum verantwortungsbewussten und gesetzmäßigen Handeln. -Policy alle Beschäftigten weltweit, sich gegenüber Kollegen, Geschäftspartnern und Nachbarn fair und regelkonform zu verhalten.

Verantwortlichkeiten und Management

Die Achtung der Menschenrechte ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Nachhaltigkeitsmanagements und der Human-Resources-Strategie. Die Verantwortung für das Thema liegt beim Konzernvorstand für Personal, Technologie und Nachhaltigkeit. Unterstützt wird er vom Sustainable Development Committee (SDC) und ab 2018 durch ein dem SDC zugeordnetes, konzernweites Human Rights Panel. Richtlinien, Prozesse sowie Management- und Überwachungssysteme regeln die Umsetzung von Menschenrechtsstandards im Geschäftsbetrieb.

Im Berichtsjahr haben wir eine aktuelle Bestandsaufnahme unserer Aktivitäten zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in unseren wichtigsten Geschäftsprozessen vorgenommen und Handlungsempfehlungen, insbesondere in der Berichterstattung, erarbeitet. Die Einhaltung der Menschenrechte bei Bayer ist ein Querschnittsthema, das sehr unterschiedliche unserer Einflussbereiche und Prozesse erfasst, wie:

  • Mitarbeiter:
    • Diversität (Diversity) bezeichnet die Vielfalt innerhalb der Belegschaft im Hinblick auf Geschlecht, Herkunft, Nationalität, Alter, Religionszugehörigkeit, sexuelle Orientierung und körperliche Konstitution der Beschäftigten. , Vergütung, Fairness und Respekt am Arbeitsplatz
    • Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Recht auf Vereinigungsfreiheit
  • Sicherheit:
    • Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
    • Anlagensicherheit zum Schutz unserer Mitarbeiter und der Menschen in der Nachbarschaft unserer Produktionsstandorte
  • Produktverantwortung, auch bei klinischen Studien und Biodiversität
  • Einkauf:
    • nachhaltiges Lieferantenmanagement, insbesondere Kampf gegen Kinderarbeit in der Saatgutlieferkette und bei Konfliktmineralien sind Mineralien, die in Konfliktregionen gefördert werden. Zu diesen Mineralien gehören Zinn-, Wolfram-, Tantal-Erze sowie Gold oder deren Derivate. Als Konfliktregionen, in denen bewaffnete Konflikte zur Kontrolle dieser Ressourcen ein zentrales Element darstellen, gelten vor allem der Osten der Demokratischen Republik Kongo und die angrenzenden Länder.

Detailliert berichten wir zu den unterschiedlichen Facetten unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in den jeweils thematisch relevanten Kapiteln.

Schulungen und Beschwerdemechanismen

Wir sensibilisieren unsere Mitarbeiter für die Bedeutung der Menschenrechte im beruflichen Alltag durch kontinuierlich verfügbare Schulungsangebote. Im Berichtsjahr haben wir mehr als 47 % unserer Belegschaft in rund 190.000 Stunden zu Inhalten unserer Menschenrechtsposition geschult. Auch in die Schulungsangebote für Lieferanten sind Menschenrechtsaspekte integriert.

Die Einhaltung unserer Konzernregelungen wird von den Compliance-Organisationen des Konzerns und den Länderorganisationen überwacht. Bei Anhaltspunkten für Verstöße gegen die Menschenrechtsposition können sich die Beschäftigten sowie die allgemeine Öffentlichkeit jederzeit – auch anonym – an die Compliance-Officer bei Bayer wenden oder bei der weltweiten Compliance-Hotline melden.

Engagement

Wir tauschen uns mit anderen Stakeholdern zum Thema Menschenrechte aus und engagieren uns aktiv in Gremien und Initiativen zu deren Einhaltung, wie z. B. den entsprechenden Arbeitsgruppen von econsense, durch die Beteiligung am Dialog zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans (NAP) – Wirtschaft und Menschenrechte‎ und in der Lieferkette über unsere Industrieinitiativen „Together for Sustainability“ (TfS) und „Pharmaceutical Supply Chain Initiative“ (PSCI).

Darüber hinaus gehören wir zu den Gründungsmitgliedern des UN Global Compact Der United Nations Global Compact (UNGC) ist die weltweit größte und wichtigste Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Auf der Grundlage von zehn universellen Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung verfolgt der UNGC die Vision einer inklusiven und nachhaltigen Weltwirtschaft zum Nutzen aller Menschen, Gemeinschaften und Märkte. Mit der Verpflichtung zum UNGC ist eine jährliche Dokumentation des Unternehmensengagements zur Erreichung der zehn Prinzipien verbunden. und bekennen uns zur Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen sowie einer Reihe weltweit anerkannter Erklärungen für multinationale Unternehmen. Dazu gehören u. a. die „OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen“, die „Dreigliedrige Grundsatzerklärung über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik“ sowie die ILO-Kernarbeitsnormen Die acht Kernarbeitsnormen der ILO (Internationale Arbeitsorganisation), in denen die Mindestanforderungen an menschenwürdige Arbeitsbedingungen definiert sind, gelten als international anerkannte „qualitative Sozialstandards“. Sie haben den Charakter von universellen Menschenrechten, die für alle Länder – unabhängig vom Stand der wirtschaftlichen Entwicklung – Gültigkeitsanspruch haben. der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Wir unterstützen außerdem die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die globale Standards zur Vorbeugung und Bekämpfung möglicher Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit Unternehmenstätigkeiten setzen. Bayer hat auch den „WASH at the workplace Pledge“ des WBCSD („World Business Council For Sustainable Development“) unterzeichnet, womit wir uns verpflichten, all unseren Mitarbeitern weltweit den Zugang zu sauberem Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene zu gewährleisten.

Vergleich zum Vorjahr