Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Bayer-Konzern

Ertragslage Bayer-Konzern

Gewinn- und Verlustrechnung Bayer-Konzern (Kurzfassung)

 

 

Q4 2016

Q4 2017

Verän­derung

 

2016

2017

Verän­derung

 

 

in Mio. €

in Mio. €

in %

 

in Mio. €

in Mio. €

in %

Vorjahreswerte angepasst

1

Zur Definition siehe Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

Umsatzerlöse

 

8.823

8.596

−2,6

 

34.943

35.015

0,2

Herstellungskosten

 

3.148

3.047

−3,2

 

11.756

11.382

−3,2

Vertriebskosten

 

3.198

3.074

−3,9

 

11.148

11.116

−0,3

Forschungs- und Entwicklungskosten

 

1.245

1.234

−0,9

 

4.405

4.504

2,2

Allgemeine Verwaltungskosten

 

553

588

6,3

 

1.804

2.026

12,3

Sonstige betriebliche Aufwendungen (−) und Erträge (+)

 

−93

−28

−69,9

 

−92

−84

−8,7

EBIT1

 

586

625

6,7

 

5.738

5.903

2,9

Finanzergebnis

 

−224

−258

15,2

 

−965

−1.326

37,4

Ergebnis vor Ertragsteuern

 

362

367

1,4

 

4.773

4.577

−4,1

Ertragsteuern

 

−63

−435

.

 

−1.017

−1.329

30,7

Ergebnis nach Ertragsteuern aus fortzuführendem Geschäft

 

299

−68

−122,7

 

3.756

3.248

−13,5

Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft

 

208

218

4,8

 

1.070

4.846

.

Ergebnis nach Ertragsteuern (gesamt)

 

507

150

−70,4

 

4.826

8.094

67,7

davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend

 

54

2

−96,3

 

295

758

157,0

davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend (Konzernergebnis)

 

453

148

−67,3

 

4.531

7.336

61,9

Konzernumsatz wpb. um 1,5 % erhöht

Der Umsatz des Bayer-Konzerns erhöhte sich 2017 wpb. um 1,5 % auf 35.015 Mio. € (nominal +0,2 %), davon entfielen 3.392 Mio. € auf Deutschland.

Der Umsatz von Pharmaceuticals stieg wpb. um 4,3 % auf 16.847 Mio. €. Unsere Hauptwachstumsprodukte erzielten dabei erneut einen starken Zuwachs. Consumer Health verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang von wpb. 1,7 % auf 5.862 Mio. €. Auch der wpb. Umsatz von Crop Science verringerte sich leicht um 2,2 % auf 9.577 Mio. €. Bei Animal Health erhöhte sich der Umsatz wpb. um 2,0 % auf 1.571 Mio. €.

Umsatzveränderung

 

 

Bayer-Konzern

 

 

2016

 

2017

 

 

in %

 

in %

Vorjahreswerte angepasst

Menge

 

3,9

 

2,3

Preis

 

0,8

 

−0,8

Währung

 

−2,2

 

−1,4

Portfolio

 

0,0

 

0,1

Gesamt

 

2,5

 

0,2

Online-Ergänzung: A 2.2.1-1

eingeschränkt geprüft
Geschäftsentwicklung nach Regionen

 

 

Q4 2016

Q4 2017

Veränderung1

 

2016

2017

Veränderung1

 

 

in Mio. €

in Mio. €

nominal in %

wb. in %

 

in Mio. €

in Mio. €

nominal in %

wb. in %

Vorjahreswerte angepasst

wb.= währungsbereinigt

1

Zur Definition siehe Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

Europa / Nahost / Afrika

 

2.962

3.115

5,2

6,9

 

13.062

13.388

2,5

2,9

Nordamerika

 

2.413

2.219

−8,0

−1,0

 

10.066

10.143

0,8

1,7

Asien / Pazifik

 

1.862

1.774

−4,7

3,1

 

7.413

7.637

3,0

5,7

Lateinamerika

 

1.586

1.488

−6,2

0,1

 

4.402

3.847

−12,6

−9,5

Konzern (inkl. Überleitung)

 

8.823

8.596

−2,6

2,7

 

34.943

35.015

0,2

1,6

Die Herstellungskosten sanken im Geschäftsjahr 2017 um 3,2 % auf 11.382 Mio. €. Der Anteil der Herstellungskosten am Gesamtumsatz ist damit im Vergleich zum Vorjahr auf 32,5 % (Vorjahr: 33,6 %) zurückgegangen. Die Vertriebskosten beliefen sich auf 11.116 Mio. € (−0,3 %). Dies entspricht einem Vertriebskostenanteil von 31,7 % (Vorjahr: 31,9 %). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) stiegen um 2,2 % auf 4.504 Mio. €. Bezogen auf den Umsatz ergab sich eine F&E-Quote von 12,9 % (Vorjahr: 12,6 %). Bei den allgemeinen Verwaltungskosten verzeichneten wir einen Anstieg von 12,3 % auf 2.026 Mio. €, insbesondere durch die zusätzlichen Aufwendungen für die Monsanto-Akquisition. Damit stieg der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten am Gesamtumsatz auf 5,8 % (Vorjahr: 5,2 %). Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen lag mit –84 Mio. € (Vorjahr: –92 Mio. €) auf dem Niveau des Vorjahres.

EBITDA vor Sondereinflüssen auf Vorjahr

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns lag mit einer Veränderung um −0,3 % auf 9.288 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 9.318 Mio. €; wb. +1,8 %). Bei Pharmaceuticals stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen erfreulich um 8,8 % auf 5.711 Mio. € (Vorjahr: 5.251 Mio. €). Dieser Zuwachs ist im Wesentlichen auf die gute Geschäftsentwicklung unserer Hauptwachstumsprodukte bei gleichzeitig niedrigeren Herstellungskosten zurückzuführen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health verringerte sich deutlich um 12,8 % auf 1.231 Mio. €, vor allem aufgrund von geringeren Absatzmengen und höheren Herstellungskosten. Einen merklichen Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen um 15,6 % auf 2.043 Mio. € verzeichneten wir auch bei Crop Science. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Effekte aus der Anpassung der Lagerbestände im Vertriebskanal in Brasilien zurückzuführen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Animal Health verbesserten wir deutlich um +9,2 % auf 381 Mio. €.

Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2017 sanken die Abschreibungen und Wertminderungen um 13,2 % auf 2.660 Mio. € (Vorjahr: 3.063 Mio. €). Sie setzten sich aus Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte von 1.679 Mio. € (Vorjahr: 2.193 Mio. €) sowie Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen von 981 Mio. € (Vorjahr: 870 Mio. €) zusammen. Wertminderungen in Höhe von 474 Mio. € (Vorjahr: 566 Mio. €) sowie beschleunigte Abschreibungen in Höhe von 28 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) wurden als Sondereinflüsse berücksichtigt. Das EBITDA belief sich im Berichtsjahr auf 8.563 Mio. €.

EBIT und Sondereinflüsse

+2,9 %

Steigerung des EBIT

Das EBIT stieg 2017 um 2,9 % auf 5.903 Mio. €. Darin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 1.227 Mio. € (Vorjahr: 1.088 Mio. €). Diese resultierten im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte von 450 Mio. € sowie Aufwendungen in Verbindung mit der geplanten Übernahme von Monsanto von 304 Mio. €. Weitere Sonderaufwendungen entfielen auf Effizienzsteigerungsprogramme von 227 Mio. € sowie auf Rückstellungen für Rechtsfälle und rechtliche Risiken von 188 Mio. €. Das EBIT vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 4,5 % auf 7.130 Mio. € (Vorjahr: 6.826 Mio. €).

Zur Ermittlung von EBIT und EBITDA vor Sondereinflüssen haben wir 2017 folgende Sondereffekte berücksichtigt:

Überleitung Sondereinflüsse nach Segmenten1

 

 

EBIT Q4 2016

EBIT Q4 2017

 

EBIT
2016

EBIT
2017

 

EBITDA Q4 2016

EBITDA Q4 2017

 

EBITDA 2016

EBITDA 2017

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

1

Zur Definition siehe Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

Vor Sondereinflüssen

 

1.173

1.257

 

6.826

7.130

 

1.806

1.783

 

9.318

9.288

Pharmaceuticals

 

−310

−187

 

−558

−340

 

−152

−128

 

−167

−135

Consumer Health

 

−199

−258

 

−292

−300

 

−38

−54

 

−115

−86

Crop Science

 

−39

−155

 

−143

−408

 

−37

−111

 

−141

−327

Animal Health

 

−5

−23

 

−7

−31

 

−4

−21

 

−6

−29

Überleitung

 

−34

−9

 

−88

−148

 

−34

−9

 

−88

−148

Restrukturierung

 

−34

−15

 

−83

−57

 

−34

−15

 

−83

−57

Rechtsfälle / Rechtliche Risiken

 

37

 

−5

−60

 

37

 

−5

−60

Akquisitionskosten

 

−31

 

−31

 

−31

 

−31

Summe Sondereinflüsse

 

−587

−632

 

−1.088

−1.227

 

−265

−323

 

−517

−725

Wertminderung / Wertaufholung

 

−330

−304

 

−561

−450

 

−12

−2

 

−12

−3

Rechtsfälle / Rechtliche Risiken

 

−85

−88

 

−94

−188

 

−85

−88

 

−94

−188

Akquisitionskosten

 

−64

−134

 

−186

−304

 

−64

−134

 

−186

−304

Restrukturierung

 

−104

−103

 

−242

−227

 

−100

−97

 

−220

−197

Desinvestitionen

 

−4

−3

 

−5

−58

 

−4

−2

 

−5

−33

Nach Sondereinflüssen

 

586

625

 

5.738

5.903

 

1.541

1.460

 

8.801

8.563

Überleitung Sondereinflüsse nach Funktionskosten1

 

 

EBIT Q4 2016

EBIT Q4 2017

 

EBIT
2016

EBIT
2017

 

EBITDA Q4 2016

EBITDA Q4 2017

 

EBITDA 2016

EBITDA 2017

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

1

Zur Definition siehe Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.

Summe Sondereinflüsse

 

−587

–632

 

−1.088

–1.227

 

−265

–323

 

−517

–725

davon Herstellungskosten

 

−193

−48

 

−412

−163

 

−53

−44

 

−93

−105

davon Vertriebskosten

 

−221

−249

 

−317

−305

 

−39

−47

 

−99

−71

davon Forschungs- und Entwicklungskosten

 

−18

−116

 

−84

−232

 

−17

−13

 

−50

−22

davon Allgemeine Verwaltungskosten

 

−69

−131

 

−185

−339

 

−69

−131

 

−185

−339

davon Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen

 

−86

−88

 

−90

−188

 

−87

−88

 

−90

−188

Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft

Das Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft stieg auf 4.846 Mio. € (Vorjahr: 1.070 Mio. €). Hiervon entfiel mit 4.468 Mio. € (Vorjahr: 802 Mio. €) der Großteil auf Covestro. Dieser Betrag setzt sich insbesondere aus dem Ertrag aus der Entkonsolidierung und aus der Neubewertung der verbleibenden Anteile zum Ende des 3. Quartals sowie dem operativen Ergebnis der ersten neun Monate im Jahr 2017 zusammen. Covestro erhöhte den Umsatz im Dreivierteljahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wpb. um 19,9 % auf 10.556 Mio. € (Vorjahr 2016: 8.829 Mio. €) insbesondere aufgrund deutlich gestiegener Verkaufspreise und höherer Absatzmengen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Covestro verbesserte sich in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vergleichszeitraum um 56,2 % auf 2.517 Mio. € (Vorjahr 2016: 1.611 Mio. €). Deutlich gestiegene Verkaufspreise konnten höhere Rohstoffkosten überkompensieren.

Konzernergebnis gesteigert

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von –1.326 Mio. € (Vorjahr: –965 Mio. €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 4.577 Mio. € (Vorjahr: 4.773 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete u. a. ein Zinsergebnis von –413 Mio. € (Vorjahr: –504 Mio. €), Kurssicherungskosten in Höhe von 326 Mio. € (Vorjahr: 121 Mio. €) sowie Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 189 Mio. € (Vorjahr: 251 Mio. €) sowie übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge von –428 Mio. € (Vorjahr: –87 Mio. €). Innerhalb des Finanzergebnisses sind negative Sondereinflüsse von 611 Mio. € (Vorjahr: positive Sondereinflüsse von 105 Mio. €) ausgewiesen, die im Wesentlichen in Verbindung mit der geplanten Übernahme von Monsanto sowie der im Juni 2017 begebenen Umtauschanleihe stehen.

Der Ertragsteueraufwand belief sich auf 1.329 Mio. € (Vorjahr: 1.017 Mio. €). Darin enthalten ist ein negativer Einmaleffekt in Höhe von 455 Mio. €, der im Zusammenhang mit der US-Steuerreform steht und aus der Umbewertung latenter Steuerpositionen sowie der Erfassung einer zusätzlichen Steuer auf nicht repatriierte Gewinne resultiert. Nach Abzug des Ertragsteueraufwands sowie unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das Jahr 2017 ein Konzernergebnis von 7.336 Mio. € (Vorjahr: 4.531 Mio. €).

Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie um 1,0 % erhöht

Das Ergebnis je Aktie (gesamt) verbesserte sich 2017 von 5,44 € auf 8,41 €. Hierin enthalten ist die im 3. Quartal 2017 erfolgte Neubewertung der Anteile der Covestro AG, die sich im Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft widerspiegelt. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus Fortzuführendes Geschäft Im Gegensatz zum nicht fortgeführten Geschäft werden bei der Umsatz- und Gewinnausweisung aus fortzuführendem Geschäft nur diejenigen Geschäftstätigkeiten einbezogen, die auch künftig zu den operativen Geschäften gezählt werden können. erhöhte sich um 1,0 % auf 6,74 € (Vorjahr: 6,67 €). Hierbei wirkt sich die unterschiedliche Aktienzahl aus, die sich aufgrund der im November 2016 ausgegebenen Pflichtwandelanleihe im Jahr 2017 signifikant erhöht hat. Bei gleicher Aktienanzahl hätte sich das bereinigte Ergebnis je Aktie um 5,8 % auf 7,06 € erhöht.

Bereinigtes Ergebnis je Aktie „Core EPS“1

 

 

Q4 2016

Q4 2017

 

2016

2017

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

1

Zur Definition siehe Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

EBIT (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

586

625

 

5.738

5.903

Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten

 

717

602

 

2.193

1.679

Wertminderungen / Wertaufholungen von Sachanlagen und in den Sondereinflüssen enthaltene beschleunigte Abschreibungen

 

12

16

 

29

84

Sondereinflüsse (ohne Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen)

 

265

323

 

517

725

„Core EBIT“

 

1.580

1.566

 

8.477

8.391

Finanzergebnis (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

−224

−258

 

−965

−1.326

Sondereinflüsse Finanzergebnis

 

−61

250

 

−105

611

Ertragsteuern (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

−63

−435

 

−1.017

−1.329

Sondereinflüsse Ertragsteuern

 

455

 

455

Steuereffekte bezogen auf Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen und Sondereinflüsse

 

−293

−342

 

−826

−922

Ergebnis nach Ertragsteuern auf nicht beherrschende Anteile entfallend (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

−4

−2

 

−13

1

Auf andere Gesellschafter entfallender Anteil der oben dargestellten Anpassungen

 

 

−1

Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft

 

935

1.234

 

5.550

5.881

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Stück

in Stück

 

in Stück

in Stück

Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien

 

849.167.808

872.467.808

 

832.502.808

872.107.808

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in €

in €

 

in €

in €

Bereinigtes Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft „Core EPS“

 

1,10

1,41

 

6,67

6,74

Die Geschäftsentwicklung im 4. Quartal befindet sich in der

Online-Ergänzung: A 2.2.1‑2

eingeschränkt geprüft

Entwicklung im 4. Quartal 2017

Der Konzernumsatz stieg im 4. Quartal 2017 wpb. um 2,7 % auf 8.596 Mio. € (nominal: −2,6 %). Davon entfielen 883 Mio. € auf Deutschland.

Der Umsatz von Pharmaceuticals verbesserte sich wpb. um 3,6 % auf 4.215 Mio. € (nominal: −1,4 %), insbesondere aufgrund der guten Geschäftsentwicklung unserer Hauptwachstumsprodukte. Bei Consumer Health sank der Umsatz wpb. um 4,2 % auf 1.399 Mio. € (nominal −9,1 %). Der Umsatz von Crop Science lag mit einer Veränderung wpb. um +1,1 % auf 2.263 Mio. € leicht über Vorjahr (nominal −5,9 %). Der Umsatz von Animal Health erhöhte sich leicht um 1,8 % auf 322 Mio. €.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns verringerte sich im 4. Quartal 2017 leicht um 1,3 % auf 1.783 Mio. € (Vorjahr: 1.806 Mio. €; wb. +4,4 %). Bei Pharmaceuticals stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen leicht um 1,5 % auf 1.235 Mio. € (Vorjahr: 1.217 Mio. €). Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health sank deutlich um 32,5 % auf 251 Mio. €. Crop Science verzeichnete einen Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen um 13,4 % auf 304 Mio. € (Vorjahr: 351 Mio. €). Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Animal Health stieg merklich um 28,9 % auf 49 Mio. € (Vorjahr: 38 Mio. €).

Das EBIT des Bayer-Konzerns stieg im 4. Quartal 2017 um 6,7 % auf 625 Mio. € (Vorjahr: 586 Mio. €). Darin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 632 Mio. € (Vorjahr: 587 Mio. €). Diese resultierten im Wesentlichen aus Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 304 Mio. € sowie Kosten in Verbindung mit der geplanten Übernahme von Monsanto in Höhe von 134 Mio. €. Weiterhin enthalten waren Aufwendungen für Rechtsfälle in Höhe von 88 Mio. €. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 7,2 % auf 1.257 Mio. € (Vorjahr: 1.173 Mio. €).

Umsatzerlöse, EBIT und EBITDA vor Sondereinflüssen Bayer-Konzern pro Quartal

 

 

Q1

 

Q2

 

Q3

 

Q4

 

Gesamt

 

 

2016

2017

 

2016

2017

 

2016

2017

 

2016

2017

 

2016

2017

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

Vorjahreswerte angepasst

1

Zur Definition siehe Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

Umsatzerlöse

 

9.004

9.680

 

8.858

8.714

 

8.258

8.025

 

8.823

8.596

 

34.943

35.015

EBIT1

 

1.984

2.427

 

1.771

1.463

 

1.397

1.388

 

586

625

 

5.738

5.903

EBITDA vor Sondereinflüssen1

 

2.883

3.054

 

2.511

2.247

 

2.118

2.204

 

1.806

1.783

 

9.318

9.288

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von –258 Mio. € (Vorjahr: –224 Mio. €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 367 Mio. € (Vorjahr: 362 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere ein Zinsergebnis von –59 Mio. € (Vorjahr: –135 Mio. €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von –46 Mio. € (Vorjahr: –73 Mio. €), Kurssicherungsverluste in Höhe von 5 Mio. € (Vorjahr: Kurssicherungsgewinne von 36 Mio. €) sowie übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge von –187 Mio. € (Vorjahr: –48 Mio. €). Innerhalb des Finanzergebnisses sind negative Sondereinflüsse von 250 Mio. € (Vorjahr: positive Sondereinflüsse von 61 Mio. €) ausgewiesen, die im Wesentlichen in Verbindung mit der geplanten Übernahme von Monsanto sowie der im Juni 2017 begebenen Umtauschanleihe stehen.

Der Ertragsteueraufwand belief sich auf 435 Mio. € (Vorjahr: 63 Mio. €). Darin enthalten ist ein negativer Einmaleffekt in Höhe von 455 Mio. €, der im Zusammenhang mit der US-Steuerreform steht und aus der Umbewertung latenter Steuerpositionen sowie der Erfassung einer zusätzlichen Steuer auf nicht repatriierte Gewinne resultiert. Nach Abzug des Ertragsteueraufwands sowie nach Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das 4. Quartal 2017 ein Konzernergebnis von 148 Mio. € (Vorjahr: 453 Mio. €).

Das Ergebnis je Aktie (gesamt) verringerte sich im 4. Quartal 2017 auf 0,17 € (Vorjahr: 0,53 €). Dies ist im Wesentlichen auf den Sondereffekt im Ertragsteueraufwand im Zusammenhang mit der US-Steuerreform zurückzuführen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft erhöhte sich auf 1,41 € (Vorjahr: 1,10 €). Hier wirkt sich auch die unterschiedliche Aktienzahl aus, die sich aufgrund der im November 2016 ausgegebenen Pflichtwandelanleihe im Jahr 2017 signifikant erhöht hat. Bei gleicher Aktienanzahl hätte sich das bereinigte Ergebnis je Aktie um 31,8 % auf 1,45 € erhöht.

Der Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit aus fortzuführendem Geschäft erhöhte sich vor allem durch niedrigere Steuerzahlungen um 12,8 % auf 2.256 Mio. € (Vorjahr: 2.000 Mio. €). Im 4. Quartal haben wir Ertragsteuern in Höhe von –291 Mio. € (Vorjahr: –576 Mio. €) gezahlt. Der Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (gesamt) verringerte sich deutlich um 16,9 % auf 2.269 Mio. € (Vorjahr: 2.732 Mio. €). Dieser Rückgang ist ausschließlich auf die im Vorquartal erfolgte Entkonsolidierung von Covestro zurückzuführen.

Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich im 4. Quartal 2017 um 1,1 Mrd. € auf 3,6 Mrd. € (30. September 2017: 4,7 Mrd. €), vor allem durch Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit. Die Nettopensionsverpflichtungen erhöhten sich im Vergleich zum 30. September 2017 um 0,2 Mrd. € auf 8,0 Mrd. €, im Wesentlichen infolge leicht gesunkener langfristiger Kapitalmarktzinsen für hochwertige Unternehmensanleihen in Deutschland.

Vergleich zum Vorjahr