Über diesen Bericht

In diesem Integrierten Geschäftsbericht fassen wir unsere Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung zusammen. Damit verdeutlichen wir die Zusammenhänge zwischen finanziellen, ökologischen und gesellschaftlichen Faktoren und heben ihren Einfluss auf unseren langfristigen Unternehmenserfolg hervor. Ziel ist es, unsere Stakeholder umfassend und transparent über unsere Leistung zu informieren.

Rechtliche Grundlagen und Berichtsstandards

Der zum 31. Dezember 2017 von Bayer erstellte Konzernabschluss erfüllt die am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und ergänzend die deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in Verbindung mit dem deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS). Der zusammengefasste Lagebericht vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Vergütungsbericht des Vorstands und des Aufsichtsrats entspricht zudem den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance bezeichnet die langfristig ausgerichtete, verantwortungsvolle und transparente Leitung und Kontrolle eines Unternehmens. In Deutschland enthält der Deutsche Corporate Governance Kodex die wesentlichen Grundsätze zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften. Kodex. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht werden gemäß den gesetzlich geregelten Publizitätspflichten im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung des Bayer-Konzerns erfolgt seit 2000 entsprechend den Leitlinien der Global Reporting Initiative ( GRI (Global Reporting Initiative) ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Verbreitung und Optimierung von Nachhaltigkeitsberichterstattung einsetzt. Die GRI-Leitlinien gelten als der meistgenutzte und international anerkannteste Standard der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Diese Leitlinien werden in einem Multi-Stakeholder-Verfahren weiterentwickelt. Gegründet wurde GRI 1997 von Ceres (Coalition of environmentally responsible economies) und UNEP (dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen). ) und den zehn Prinzipien des UN Global Compact Der United Nations Global Compact (UNGC) ist die weltweit größte und wichtigste Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Auf der Grundlage von zehn universellen Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung verfolgt der UNGC die Vision einer inklusiven und nachhaltigen Weltwirtschaft zum Nutzen aller Menschen, Gemeinschaften und Märkte. Mit der Verpflichtung zum UNGC ist eine jährliche Dokumentation des Unternehmensengagements zur Erreichung der zehn Prinzipien verbunden. . Der Geschäftsbericht 2017 wurde in Übereinstimmung mit der Option „umfassend“ der GRI-G4-Leitlinien erstellt. Den ausführlichen GRI-Content-Index mit den korrespondierenden Prinzipien des UNGC finden Sie in der erweiterten Online-Fassung des Geschäftsberichts unter „Weitere Informationen“. In diesem Index haben wir unsere Handlungsfelder aus der Materialitätsanalyse zu den wesentlichen GRI-Aspekten in Bezug gesetzt. Der Bericht dient zugleich als Fortschrittsbericht (COP) im Sinne des UN Global Compact.

Global Compact Lead Participant (Logo)
Global Reporting Initiative Gold Community (Logo)

Wir orientieren uns außerdem u. a. zur Definition und Auswahl von nichtfinanziellen Indikatoren sowie zum Reporting an internationalen Leitsätzen und Empfehlungen, wie denen der OECD und des ISO-26000-Standards. Bei der Indikatorenauswahl und -messung werden die Empfehlungen des GHG-Protokoll (Greenhouse Gas Protocol) Hat sich als das internationale Berechnungsinstrument zur Erfassung, Quantifizierung und Berichterstattung von Treibhausgasen etabliert. Die Standards umfassen alle Emissionen innerhalb einer Wertschöpfungskette. Hierbei richtet sich Bayer nach dem „Corporate Standard“ für die direkt (Scope 1) und indirekt erzeugten (Scope 2) Treibhausgas-Emissionen sowie nach dem „Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard“, der weitere indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette umfasst. Mit der Aktualisierung der GHG-Richtlinien zu Scope 2 wurde 2015 eine duale Berichterstattung eingeführt. Danach müssen die indirekten Emissionen sowohl nach der standortbezogenen (location-based) als auch der marktorientierten (market-based) Methode berichtet werden. Die standortbezogene Methode nutzt die regionalen oder nationalen durchschnittlichen Emissionsfaktoren, die marktorientierte Methode hingegen berücksichtigt die in den Nachweisinstrumenten enthaltenen anbieter- oder produktspezifischen Emissionsfaktoren. für den Bereich Treibhausgas-Emissionen, der „European Federation of Financial Analysts Societies“ (EFFAS) für nichtfinanzielle Indikatoren, des „World Business Council for Sustainable Development“ (WBCSD) sowie des Europäischen Chemieverbands (Conseil Européen de l’Industrie Chimique, CEFIC) berücksichtigt.

CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Nach der 2014 im EU-Amtsblatt veröffentlichten CSR-Richtlinie 2014 / 95 / EU müssen bestimmte kapitalmarktorientierte Unternehmen erstmals für am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnende Geschäftsjahre eine nichtfinanzielle Erklärung veröffentlichen. Damit soll ein besseres Verständnis des Geschäftsverlaufs und des Kontextes sowie zukünftiger Entwicklungen eines Unternehmens gefördert werden. Der deutsche Gesetzgeber hat im Berichtsjahr die Umsetzung der Richtlinie als CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) verabschiedet und in deutsches Recht (in die §§ 289b ff. HGB für das Einzelunternehmen und in die §§ 315b ff. HGB für den Konzern) überführt.

Neben einer kurzen Beschreibung des Geschäftsmodells sieht das Gesetz vor, dass Unternehmen in der nichtfinanziellen Erklärung zumindest auf Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie die Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung von Korruption und Bestechung eingehen (§ 289c HGB). Auch für die Erstellung der nichtfinanziellen Erklärung haben wir als Rahmenwerk die GRI (Global Reporting Initiative) ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Verbreitung und Optimierung von Nachhaltigkeitsberichterstattung einsetzt. Die GRI-Leitlinien gelten als der meistgenutzte und international anerkannteste Standard der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Diese Leitlinien werden in einem Multi-Stakeholder-Verfahren weiterentwickelt. Gegründet wurde GRI 1997 von Ceres (Coalition of environmentally responsible economies) und UNEP (dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen). -G4-Leitlinien genutzt (§ 289d HGB).

Aufgrund unserer bereits integrierten Berichterstattung haben wir die nichtfinanzielle Erklärung in den zusammengefassten Lagebericht unseres Geschäftsberichts aufgenommen, der die Angaben für den Bayer-Konzern und die Bayer AG als Mutterunternehmen umfasst. Die nichtfinanzielle Erklärung wurde vom Aufsichtsrat auf Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit geprüft.

Ein Index zur nichtfinanziellen Erklärung gemäß CSR-RUG unter A 4.6 zeigt auf einen Blick, wo die gesetzlich geforderten Angaben (Geschäftsmodell / Konzepte und Risiken in Bezug zu den Aspekten / Diversitätskonzept) im zusammengefassten Lagebericht zu finden sind. Der Index gibt auch die korrespondierenden Bayer-Handlungsfelder zu den vom Gesetz vorgegebenen Aspekten an.

Infolge der gestiegenen Bedeutung der Bayer AG innerhalb des Konzerns ist die Berichterstattung von wesentlichen nichtfinanziellen Informationen auch für die Bayer AG als Mutterunternehmen verpflichtend. Im Kapitel „Nichtfinanzielle und sonstige Angaben der Bayer AG“ stellen wir daher relevante nichtfinanzielle und weitere Kennzahlen für die Bayer AG dar.

Berichtsversionen:

Den Integrierten Bayer-Geschäftsbericht 2017 stellen wir in zwei geprüften Versionen zur Verfügung:

  • als Druckfassung („Geschäftsbericht 2017“)
  • und als erweiterte Online-Fassung („Geschäftsbericht 2017 – Erweiterte Fassung“). Diese bietet im Lagebericht weiterführende Informationen und enthält außerdem den kompletten Bayer-Konzernabschluss.

Die weiterführenden Informationen sind durch den Hinweis Online-Ergänzungen in Verbindung mit einer Kennziffer erkennbar. Leser des Druckberichts können diese Kennziffer auf der Website www.bayer.de/GB2017 in eine Suchmaske eingegeben, um so direkt zu den gewünschten Informationen zu gelangen.

Beide Berichtsversionen stehen als PDF im Internet zum Herunterladen bereit.

Datenerfassung und Berichtsgrenzen

In unseren Daten sind alle relevanten Organisationseinheiten und Gesellschaften weltweit einbezogen, die vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 zum Konsolidierungskreis des Bayer-Konzernabschlusses gehörten.

Zum Ende des 3. Quartals gab Bayer die faktische Kontrolle über Covestro auf. Covestro ist kein berichtspflichtiges Segment des Bayer-Konzerns mehr und wird bis zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung als nicht fortgeführtes Geschäft ausgewiesen.

Finanzkennzahlen werden in Übereinstimmung mit IFRS 5 (Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche) für das fortzuführende Geschäft angegeben, sofern nicht explizit anders vermerkt. Dies gilt auch für Personal- und HSE („Health, Safety and Environment“)-Kennzahlen sowie unsere Sozialdaten. Die Vorjahreswerte wurden dementsprechend angepasst.

Für die weltweite Erhebung von Finanzdaten werden weitgehend SAP-Systeme genutzt, für Personal-Kennzahlen und Sozialdaten das globale SAP-HR-Informationssystem sowie die daran angeschlossene Berichtsapplikation „Sustainability Management Annual-Reporting Tool“ (SMART).

Unser konzernweites Standortinformationssystem (BaySIS) führt alle HSE-Leistungskennzahlen des Konzerns zusammen. Die HSE-Daten decken alle vollkonsolidierten Gesellschaften ab, an denen Bayer zu mindestens 50 Prozent beteiligt ist. Arbeitsunfälle sowie Transport- und Umweltereignisse werden weltweit an allen Standorten erhoben. Umweltrelevante Indikatoren werden an allen Produktionsstandorten und relevanten Forschungs- und Verwaltungsstandorten gemessen.

Einige nichtfinanzielle Indikatoren (vor allem im Bereich Mitarbeiter und Einkauf) werden gemäß den Anforderungen der entsprechenden GRI-Indikatoren nur für die Hauptgeschäftsstandorte berichtet. Diese umfassten im Berichtsjahr 18 Länder, in denen Bayer mehr als 80 Prozent des Umsatzes generierte.

Externe Prüfung

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte GmbH, München (Deloitte), hat den Konzernabschluss (inkl. Anhang) der Bayer AG, Leverkusen, sowie alle finanziellen und nichtfinanziellen Angaben im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk („reasonable assurance“) erteilt. Die Prüfung schließt im Lagebericht die Angaben der nichtfinanziellen Erklärung gemäß HGB in Verbindung mit § 289c HGB mit ein.

Alle Online-Ergänzungen im Lagebericht, die in der erweiterten Online-Fassung des Geschäftsberichts 2017 („Geschäftsbericht 2017 – Erweiterte Fassung“) der Bayer AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 zu finden sind, hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit („limited assurance“) unterzogen. Die entsprechenden Textpassagen sind in der erweiterten Online-Fassung des Geschäftsberichts jeweils mit dem Hinweis „eingeschränkt geprüft“ markiert.

Weiterführende Informationen

  • Die im Bericht erfassten Kennzahlen sind kaufmännisch gerundet. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und Prozentangaben sich nicht aus den dargestellten Werten ergeben.
  • Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichten wir im Geschäftsbericht auf geschlechtsspezifische Formulierungen (z. B. Mitarbeiter(innen) oder Kund(innen)en). Die gewählte männliche Form steht stellvertretend für alle Geschlechter.
Vergleich zum Vorjahr